50 Jahre Stonewall – stay rebel! Özlem Demirel beim CSD Köln

7. Juli 2019

Rund 1,5 Millionen Menschen haben am ersten Juliwochende den „ColognePride“ gefeiert und mit einer großen Demonstration durch die Kölner Innenstadt für die Rechte von Lesben, Schwulen, Trans* und Inter* gekämpft. Mit dabei: die Bundestagsfraktion DIE LINKE. Mit einem eigenen Demonstrationswagen und einem Flyer „Stay Rebel!“ erinnerte die Fraktion an den queeren Aufstand an der New Yorker Bar Stonewall Inn in der dortigen Christopher Street, der sich nun zum 50. Mal jährte.

Als Gast der Bundestagsfraktion nahm auch die neu gewählte Europaabgeordnete Özlem Alev Demirel an der Demonstration teil. Sie freute sich besonders, dass zum Forderungskatalog der Demonstration auch ein Ende der Waffenexporte in Krisengebiete und die Ablehnung von Ankerzentren für Geflüchtete gehörte. „Ein selbstbestimmtes Leben ist in einer Welt voller Kriege, Ausbeutung und Verfolgung nicht möglich. Es ist wichtig, dass de Kölner CSD dies auch deutlich macht.“

Wichtig sei der Kölner CSD auch Signal an alle Aktivist*innen, die in anderen Teilen Europas und darüber hinaus entsprechende Veranstaltungen planen. „Meine Gedanken sind heute auch in Budapest, wo die Orban-Regierung eine massive Politik gegen Minderheiten betreibt, in Istanbul, wo der CSD vom Erdogan-Regime zusammengeknüppelt wurde, und in Georgien, wo der CSD abgesagt werden musste“, so Özlem Alev Demirel.

Die queerpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE, Doris Achelwilm, die auch auf der Bühne des CSD-Straßenfests sprach, mahnte, „dass alte und neue Rechte das Rad der Geschichte zurückdrehen wollen“. Sie erinnerte daran, dass in vielen Staaten der Erde trans- oder homofeindliche Gesetze herrschten und Gewalt gegen Schwule, Trans*, Lesben auch in Deutschland zunehme.

„Die LGBTTIQ-Community hat viel erreicht und steht gleichzeitig erst am Anfang ihrer Emanzipationsgeschichte. 50 Jahre Stonewall heißt auch, daran zu erinnern, dass es gerade Menschen aus der Arbeiterklasse, trans*, people of color waren, die in der ersten Reihe kämpften – und bis heute kämpfen müssen“, so Doris Achelwilm. Die Bundestagsfraktion unterstütze diese Kämpfe durch zahlreiche parlamentarische Initiativen.

Auch der Kölner LINKEN-Bundestagsabgeordnete Matthias W. Birkwald nahm an der Demonstration teil. „Der CSD ist jedes Jahr eine machtvolle Veranstaltung, die zeigt, dass Bürger*innenrechte unteilbar sind und ein solidarisches, vielfältiges Miteinander machbar ist“.

Auf der Hauptbühne sprach als Gast des CSD zudem auch der LINKEN-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Europäischen Linken, Dr. Gregor Gysi.

Fotos zum LINKEN-Auftritt beim ColognePride gibt es hier.
Die politischen Forderungen des ColognePride gibt es hier.