Antimilitarismus ist Klassenpolitik – Kandidatur zur stv. Parteivorsitzenden
Liebe Genoss:innen,
ich kandidiere als stellvertretende Parteivorsitzende, weil ich überzeugt bin, dass wir eine starke linke Partei brauchen, die den Widerstand gegen Militarismus, Sozialabbau und den Rechtsruck organisiert.
Mit fünf Jahren kam ich mit meiner Familie als anerkannte politische Flüchtlingsfamilie nach Deutschland. Schon früh habe ich gelernt, dass das Leben voller Widersprüche und Ungerechtigkeiten ist und wer etwas verändern will, muss sich organisieren und kämpfen.
Als Gewerkschafterin weiß ich, wo mein Platz ist: an der Seite der Arbeiter:innenklasse. Als Antimilitaristin kämpfe ich gegen Krieg und Imperialismus.
Die Bundesregierung kürzt soziale Leistungen und investiert gleichzeitig massiv in die Kriegstüchtigkeit. Die AfD schürt Rassismusund Hetze und die Regierung stimmt mit ein. Dem müssen wir entschlossenentgegentreten.
Die beschlossene Jahrhundertaufrüstung und die geplanten Angriffe auf soziale Errungenschaften sind zwei Seiten derselben Medaille. In dieser historischen Phase brauchen wir eine starke Linke, die widerspricht.
Militarismus stärkt nicht die Freiheit, sondern geht mit autoritärem Umbau und Angriffen auf soziale und demokratische Errungenschaften einher. Antimilitarismus ist Klassenpolitik. Es geht nicht nur um politische Klarheit, sondern darum, Menschen zu gewinnen, zu organisieren und zu mobilisieren.
Ich habe an Positionen unserer Partei mitgewirkt und Demonstrationen mitorganisiert – etwa die große Berliner Demonstration gegen den Genozid in Gaza. Meine Kontakte in der Friedens- und Gewerkschaftsbewegung möchte ich einbringen, um imParteivorstand mitzuhelfen,breite Bündnisse gegen Sozialabbau und Militarisierung mit aufzubauen.
Denn jetzt stehen nach der Agenda 2010 die größten Angriffe auf soziale Errungenschaften an und wir müssen dagegen ankämpfen. Ich bitte um euer Vertrauen.
Lasst uns gemeinsam für eine gerechte, solidarische und friedliche Zukunft kämpfen.
Mit solidarischen Grüßen,
Özlem Alev Demirel