Menschenleben statt Abschreckung priorisieren
Zum gestrigen Bootsunglück auf der Strecke von Dschibuti nach Jemen, bei dem mindestens 139 Personen ums Leben gekommen sind, erklärt Özlem Alev Demirel, flucht- und migrationspolitische Sprecherin für Die Linke im Europaparlament:
„Die Nachrichten aus Dschibuti sind erschütternd. Mein Mitgefühl gilt den Opfern dieses schrecklichen Bootsunglücks, den Überlebenden und ihren Familien. Diese Tragödie zeigt einmal mehr, wohin eine Politik führt, die Flucht vor allem als Sicherheitsproblem behandelt, statt ihre Ursachen zu bekämpfen. Die EU muss ihre Migrationspolitik grundlegend überdenken und darf sich nicht damit abfinden, dass Menschen auf gefährlichen Routen sterben, weil ihnen sichere Möglichkeiten zur Flucht fehlen. Solche Katastrophen sind kein unvermeidbares Schicksal. Menschenleben müssen Vorrang vor Abschreckung haben.“
(Bild: Symbolbild, KI-generiert)